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Intimes für Anfänger
aktualisiert am 28.04.2010


Eigentlich müsste ich nun mit der Anrede „Liebe Liebenden“ beginnen,

denn die Geschichte der Sexualität ist eine Geschichte voller Missverständnisse.

 

Da die Aufklärung aber sicherlich in jedem studentischen, referendarischen und junganwaltlichen

Hirn bereits Einzug gehalten haben dürfte, darf ich alle, die auf Schlüpfrigkeiten oder neue

Erkenntnisse für ihr Sexualleben gehofft haben, hiermit enttäuschen.

 

Das Intimes ist eine bilaterale Kombination gepflegter Abendunterhaltung.

Zum einen Kino, zum anderen Bar und Restaurant. Zwei Eingänge, eine Straßenecke.

 

Seit einer Zeit irgendwann zwischen 1912 und 1931 – hier streiten sich die Experten –

bietet das Kino für alle Filmliebhaber eine perfekte Alternative zum Multiplex von

nebenan. Neben ausgewählten Filmen des üblichen hollywoodlastigen Großkinoprogrammes,

zeigt das Intimes hauptsächlich Independentstreifen,

gern auch in Erstaufführung und Originalton.

Das bedeutet keinesfalls, dass es sich hierbei ausschließlich um Öko-, Emo-, Polit- und Sozialdramen

bzw. –studien handelt.

Nein, wer wirklich gute Filme liebt, kommt vollumfänglich auf seine Kosten.

 

Apropos Kosten, das Intimes ist nicht nur wahnsinnig gemütlich (Beinfreiheit, rote

oldschool Kinosessel wie der Kenner sie liebt), auch die Preise liefern exzellente Überzeugungsarbeit

für einen Erst- und Folgebesuch.

An normalen Tagen beträgt der Eintritt 6,50 €, Kinderkino kostet junge Eltern 2,50 €

pro Kopf. Allerdings erschöpfen sich die normalen Tage in der kurzen Zeitspanne von Donnerstag

bis Samstag. Sonntag, Montag, Dienstag und Mittwoch ist Kinotag mit

einem Eintrittspreis von 3,50 €.

Gerade donnerstags sollte man daher schon rechtzeitig den Freund oder die

Freundin (wer kann vielleicht sogar den Sekretär oder die persönliche Assistentin)

losschicken um Tickets zu besorgen bevor die ca. 80 Sitzplätze vergeben sind.

 

Snacks und Getränke sowie Tickets gibt’s vom Kinoinhaber- Schrägstrich Filmvorführer- Schrägstrich Ticketverkäufer- Schrägstrich Gastronomiefachmann höchstpersönlich.

Und auch hier bleibt der Geldbeutel erfreulich verschont.

Die genauen Preise aller Snacks und Getränke entziehen sich zwar meiner Kenntnis,

doch lassen 0,5 l Bier für 1,30 € bis 1,80 €, im Gegensatz zu 3,50 € für 0,3 l im Multiplex

der Nachbarschaft, wohl tief blicken. Genauere Fragen beantwortet unser

multitalentierter Kinoinhaber sicherlich gern vor Ort.

 

Das absolute Totschlagargument für einen Besuch des Intimes wird alle Leserinnen

sicherlich absolut entzücken und damit leider auch den Herren jegliche Entschei-dungsfreiheit

in der Kinowahl nehmen. (Denn wenn wir ehrlich sind, so wissen wir

doch alle ganz genau wer über die gemeinsame Abendplanung entscheidet.)

 

Stellen wir uns zur besseren Veranschaulichung einfach folgendes Szenario vor:

Der Kinofilm läuft im geliebten Multiplex seit ungefähr 20 Minuten. Inklusive Werbung

sitzen beispielsweise zwei junge Pärchen - wahlweise auch eine  geschlechtergemischte Gruppe

aufstrebender Noch- oder Nichtmehrstudenten –seit mindestens 50 Minuten im

Kino. Der halbe Liter Cola oder das Bier sind bereits fast lehr. Nun muss die weibliche Fraktion

erfahrungsgemäß aber wiederum seit 10 bis 20 Minuten extrem dringend auf

die Toillette, da präventive Toilettenbesuche vor dem Film zumeist lediglich das Gemüt, aber nicht

die Blase beruhigen. Für unsere Kinobesucherinnen bedeutet dies in diesem

Falle, dass Sie sich an mindestens 10 Menschen vorbei aus Reihe D schlängeln müssen,

was sie für Mitcineasten besagter Sitzreihe bestimmt unwahrscheinlich sympathisch macht. Dann

geht’s die Treppe runter, den ersten Gang zum Ausgang von Kino 3 entlang, den kurzen Vorraum

von Kino 3 durchqueren, den Flur am netten Kinomitarbeiter durch-schreiten, noch zwei Mal links

und drei Türen weiter ist endlich die Toillette erreicht.

Auf dem Rückweg erneut 150 Meter und 12 Türen hinter sich bringen (Nicht vergessen

einen weiteren halben Liter Cola zu holen und den/die Kinomitarbeiter/in anzulächeln!)

und eine viertel Stunde später hat man es geschafft. Im Idealfall belassen es die

10 Reihe D Nutzer auf dem Rückweg bei einem vorwurfsvollen Stöhnen und die

verpasste Schlüsselszene des Films kann man sich ja auch von seiner Begleitung

erklären lassen.

 

Selbige Szene im Intimes:

Aufstehen, an 2 bis 5 netten Menschen vorbei, ohne dass diese auf die Lehnen steigen müssen um

jemanden vorbei zu lassen, ca. 2 Meter den Seitengang des Kinosaals entlang, Tür öffnen und Ziel

erreicht. Verglichen mit oben beschriebenen Kinobesuch läuft hier der Film im Übrigen tatsächlich

seit 50 Minuten, auf Reklame wartet der Multiplexliebhaber fast immer vergeblich.

 

Kommen wir nach dieser kurzen Lektion in Lebenskunde aber nun zur zweiten Tür der

hier thematisierten Straßenecke. Wie bereits erwähnt findet sich hinter Tor Nummer 2

eine Bar bzw. ein Restaurant unter gleichem Namen.

Neben nettem, aber doch zuweilen ein wenig zerstreutem Personal – man richte sich

darauf ein seine Bestellung auf Nachfrage zu wiederholen – eröffnet die andere Hälfte

des Intimes zwei erwähnenswerte Highlights: unheimlich leckeres und gutes Essen sowie einen

beschaulichen Biergarten mit Blick auf die Kreuzung Boxhagener/Niederbarnim. Zugegeben,

verkehrsberuhigt bedeutet etwas anderes, empfehlen kann ich ein

dortiges Abendmahl und mehrere kühle Getränke an einem lauen Sommerabend

aber trotzdem guten Gewissens. Und wer es an einem solchen Abend übertrieben

hat, dem sei auch ein gepflegtes Katerfrühstück in der sonntäglichen Frühnach-mittagssonne ans

Herz gelegt.

Denn bekanntlich soll man ja weitermachen, womit man nachts aufhörte.

 

Nun noch die wichtigsten Eckdaten für Euren nächsten Besuch:

 

Kino Intimes                                                Kinocafé Intimes

Niederbarnimstr. 15                                     Boxhagener Str. 107

10247  Berlin - Friedrichshain                     10245 Berlin - Friedrichshain

 

 

Nahverkehr:

 

U-Bahn:

U 5 Frankfurter Tor

 

Bus:

240 Simon-Dach-Straße oder  Boxhagener Platz

 

Tram:

21 Niederbarnimstraße

  

So verabschiede ich mich bis zum nächsten Mal und wünsche frohes Schaffen und schöne

Kinostunden.

 

K.





Verfasst von Der JuReporter
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