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ÜBERSICHT

Kaiser, Die Zivilgerichtsklausur im Assessorexamen
Die Zivilgerichtsklausur im Assessorexamen
Technik, Taktik, Formulierungshilfen
Von Horst Kaiser, Jan Kaiser, Torsten Kaiser
Luchterhand-Verlag, Schriftenreihe JA-Referendariat, München 2005
ISBN 3-472-06104-9
EUR 23,00

Bei dem heute zu besprechenden Werk handelt es sich um ein Skript zur Referendarsausbildung, das im Verlag Luchterhand erschienen ist. Das Skript beschränkt sich inhaltlich auf eine ausführliche Anleitung zur Anfertigung von Zivilgerichtsentscheidungen im Assessorexamen. Selbsterklärte Zielsetzung des Skriptes ist es, den Referendaren wertvolle Tipps zur effektiven Examensvorbereitung zu geben. Das Buch umfasst Hinweise zur Klausurtechnik im Allgemeinen, was auch für die Anfertigung der Aufsichtsarbeiten in den übrigen Fächern von Nutzen ist. Weiterhin gibt es Ratschläge zur Klausurtaktik, sowie Aufbauschemata und Formulierungshilfen zu quasi jeder erdenklichen prozessualen Situation.

Das Layout des Skriptes ist übersichtlich. Zur Gliederung bedienen sich die Autoren des bekannten alphanumerischen Systems. Das Auffinden einschlägiger Stellen im Buch wird dem Leser durch die Verwendung von Randziffern leicht gemacht. Mit 286 Seiten ist es in einem angemessen Rahmen gehalten. Es liest sich flüssig und leicht verständlich. Unterteilt ist das Werk in acht Kapitel, A bis H.

In Kapitel A geben die Autoren ganz grundlegende Ratschläge zur Vorbereitung auf das zweite Staatsexamen. Neuigkeiten wird der Leser hier nicht erfahren. Vielmehr wiederholen auch die Autoren eindringlich das, was jedem Referendar bereits gegenwärtig sein sollte: “Bilden Sie private Arbeitsgemeinschaften, schreiben Sie so viele Klausuren wie möglich, benutzen Sie keine Hilfsmittel, die Ihnen im Examen auch nicht zur Verfügung stehen, schreiben Sie die Klausuren in fünf Stunden, beginnen sie so früh wie möglich mit der Wiederholung des materiellen Rechts” usw. Bei den Autoren handelt es sich um Arbeitsgemeinschaftsleiter und Prüfer aus Schleswig-Holstein, bei denen man aber davon ausgehen darf, dass die Tipps die unmittelbare Erfahrung mit Referendaren und Examensklausuren widerspiegeln.

Nach dieser grundlegenden Einführung beschäftigt sich Kapitel B mit der Klausurtechnik. Angefangen von Ratschlägen zu Zeiteinteilung und Reihenfolge der Arbeitsschritte bei der Anfertigung der Klausur, beschreiben die Autoren sodann die Arbeitsschritte im Einzelnen. Arbeitsschritte heißt konkret taktisches Lesen und Erfassen des Sachverhaltes, Erarbeiten und Lösen des tatsächlichen juristischen Falles sowie Erstellen der praktischen Arbeit, d. h. Abfassen von Tatbestand und Entscheidungsgründen des Urteils oder Beschlusses.

Kapitel C behandelt den Aufbau der Entscheidungsgründe im Detail. Auch hier gehen die Autoren umfänglich auf die examensrelevanten prozessualen Falgestaltungen und die damit verbundenen Unterschiede in der Darstellung ein. So werden voll zusprechende, voll abweisende sowie teilweise zusprechende Urteile behandelt. In diesem Zusammenhang gehen die Autoren auf prozessuale Sondergestaltungen wie z.B. kumulative und eventuelle Klagenhäufung, Primär- und Hilfsaufrechnung sowie einseitige und übereinstimmende, ein- und beidseitige Erledigterklärung ein.
 
Kapitel D beschäftigt sich mit dem Abfassen der Entscheidungsgründe. Die Autoren vermitteln die notwendige Technik für einen guten Urteilsstil sowie Fähigkeiten zur Beweisauswertung und Beweiswürdigung. Abgeschlossen wird das Kapitel mit einer Musterformulierung für Entscheidungsgründe anhand eines Beispielfalles.

In Kapitel E geben die Autoren für so ziemlich alle denkbaren prozessualen Klausurkonstellationen Formulierungsvorschläge. Wer also Probleme mit der sprachlichen Umsetzung seiner erarbeiteten Lösung hat, für den wird dieses Kapitel den größten Wert darstellen. Andererseits sollten die Formulierungsvorschläge auch nicht als “der Weisheit letzter Schluss” angesehen werden. Insbesondere scheint es wenig sinnvoll entsprechende Formulierungen auswendig zu lernen. Denn es ist stets der Examensfall zu lösen, welcher aus Erfahrung immer gerade nicht das klassische Lehrbuchbeispiel oder den Standardfall darstellt, sondern vielmehr in Nuancen eine Abwandlung darstellt. Wer dann nur auswendig gelernte Phrasen abspult, schreibt schnell am Fall vorbei. Zur Anleitung eines Urteilsstils sauberen Urteilsstils sind die Formulierungsvorschläge aber allemal gut geeignet.

In Kapitel F gehen die Autoren noch mal auf besonders häufig wiederkehrende prozessuale Probleme des Examens ein, zu denen ein gewisses Basiswissen stets präsent sein muss.

Kapitel G  warnt vor typischen Fehlern in Rubrum, Tenor, Tatbestand, Entscheidungsgründen.

Kapitel H stellt das Vorgehen im GAU dar. Das heißt, was ist zu tun, wenn man auf dem falschen Fuss erwischt worden ist, auf Lücke gelernt hat und nun überhaupt nicht weiß, was man mit dem Fall anfangen soll.

Fazit:
Bei dem Skript handelt es sich um nützliche Ergänzungsliteratur zu den Standardwerken im zivilrechtlichen Assessorexamen von Knöringer und Anders/ Gehle. Auf diese kann und sollte auch nach Auffassung der Autoren keinesfalls verzichtet werden. Zu folgen ist auch der Empfehlung der Autoren, das Skript erst dann zu lesen, wenn die o. g. Lehrbücher durchgearbeitet worden sind. Denn was die Vermittlung des nötigen zivilprozessualen Grundwissens angeht, ist das Skript keinesfalls ausführlich genug. Das Skript soll vielmehr helfen das Gelernte ohne Schwierigkeiten in eine praktische Arbeit umsetzen zu können. Insbesondere für Referendare, denen es schwer fällt einen guten Urteilsstil einzuhalten oder die gefundene Lösung sprachlich sauber und zügig auszuformulieren, sei das Skript wegen seiner Formulierungsvorschläge wärmstens ans Herz gelegt. Man sollte damit aber nie das Schreiben von Übungsklausuren ersetzen.

Manche Formulierungsbeispiele erscheinen sogar ein wenig zu ausführlich. Im Examen sollten also nicht bloß auswendig gelernte Phrasen heruntergespult werden. Es gilt vielmehr anhand des Examensfalles und den hier vermittelten Formulierungsmustern eine am Schwerpunkt des Falles orientierte Ausarbeitung zu finden. Wer allerdings damit weniger Probleme hat, dem muss man ehrlicherweise sagen, dass der Erwerb des vorliegenden Skriptes für doch immerhin € 23,- nicht zwingende Voraussetzung zum Bestehen ist. Wer insbesondere den Knöringer aufmerksam liest und sich ausführliche und übersichtliche Karteikarten anfertigt, der wird mit der Bewältigung der gängigsten prozessualen Probleme keine großen Schwierigkeiten haben. Denn Aufbauschemata für die meisten prozessualen Probleme enthält auch der Knöringer.

Was die allgemeinen Ratschläge zur Vorbereitung auf das zweite Examen angeht, so ist festzuhalten, dass es sich sicher um allseits bekannte und mitunter auch lästige Ratschläge handelt. Diese sind aber in ihrer Bedeutung keinesfalls zu unterschätzen. Auch aus eigener Erfahrung des Rezensenten kann nur angeraten werden, diese Ratschläge ernst zu nehmen. Nichts schult besser als das Schreiben von Übungsklausuern. Das trainiert das Formulieren und schärft den Blick für häufig wiederkehrende Klausurprobleme am besten. Der Referendar sollte sich klar darüber sein, dass in der Zeit von fünf Stunden schon bei bekannten Sachverhalten kaum Zeit zum Nachdenken bleibt. Auch neigen die Prüfungsämter verstärkt dazu, Sachverhalte zu überfrachten und ungewohnte Kostellationen zu bringen, um zu testen, ob die Referendare in der Lage sind in gewohntes Fahrwasser zurück zu finden. Wer in diesen Fällen Zeit für die Ausformulierung Zeit verliert, der hat in der Tat verloren.

Tipp: Wenn Sie das Buch erwerben wollen, so können Sie dies tun, indem Sie auf das nebenstehende Bild klicken. Wir erhalten dann eine kleine Provision, die uns hilft, dieses Portal zu betreiben.

Von Stephan Kullmann, Rechtsreferendar

 

VERFASST AM 20.06.2007 von Team JuReport
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