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01.07.2008
VERJäHRUNGSBEGINN VON ANSPRüCHEN DES WOHNRAUMMIETERS GEGEN DEN FRüHEREN VERMIETER BEI VERMIETERWECHSEL - BGH VIII ZR 133/07

Montag - 10.30 h - Saal 207 des Landgerichts Münster - Prüfung zum zweiten juristischen Staatsexamen – 5 Kandidaten – zweiter Teil: Zivilrecht

Prüfer: Herr Kandidat X, Ihre Prüfung war ja bisher nicht ganz so glorreich. Versuchen wir es mal mit dem Zivilrecht. Sie werden ja sicherlich § 548 Abs. 2 BGB kennen ...

Kandidat X: Natürlich! Den kenn ich auswendig: „Ansprüche des Mieters auf Ersatz von Aufwendungen oder auf Gestattung der Wegnahme einer Einrichtung verjähren in sechs Monaten nach der Beendigung des Mietverhältnisses.“

Prüfer: Uih, Toll! Können Sie mir auch sagen, wann die 6-Monate-Frist aus § 548 Abs.2 BGB zu laufen beginnt, wenn es zu einem Vermieterwechsel kommt?

Kandidat X: Natürlich. Das hat der BGH in einer aktuellen Entscheidung vom 28.05.2008 (Az. VIII ZR 133/07) entschieden. Die Frist beginnt …

Um ähnlich souverän wie unsere Kandidat X aufzutrumpfen, sollte man die zitierte Entscheidung kennen …



Sachverhalt

Die Kläger verlangten von der Beklagten, ihrer damaligen Wohnungsvermieterin, im September 2005 Erstattung von Kosten für bestimmte mietvertraglich vereinbarte Aufwendungen. Die Beklagte lehnte das ab und teilte mit, dass sie das Hausgrundstück verkauft habe. Am 21. Februar 2006 wurde der Erwerber als neuer Eigentümer in das Grundbuch eingetragen. Die von den Klägern erhobene Klage auf Aufwendungsersatz ging am 22. August 2006 bei dem Amtsgericht ein. 

Die Beklagte hat die Einrede der Verjährung erhoben. Klage und Berufung sind aus diesem Grund ohne Erfolg geblieben.

Auf die vom Berufungsgericht zugelassene Revision der Kläger hat der unter anderem für das Wohnraummietrecht zuständige VIII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs das angefochtene Urteil aufgehoben und die Sache an das Berufungsgericht zurückverwiesen.

Entscheidungsründe

Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass die bisherigen Feststellungen des Berufungsgerichts nicht ausreichen, einen etwaigen Erstattungsanspruch der Kläger als verjährt anzusehen. Der von den Klägern geltend gemachte Anspruch auf Ersatz von Aufwendungen verjährt zwar gemäß § 548 Abs. 2 BGB in sechs Monaten nach Beendigung des Mietverhältnisses. Dabei kommt es auf dessen rechtliche Beendigung an. Maßgeblich ist somit die Eintragung der Erwerber in das Grundbuch am 21. Februar 2006.

Anders als das Berufungsgericht gemeint hat, beginnt die Sechsmonatsfrist des § 548 Abs. 2 BGB bei einer Veräußerung der Mietsache jedoch erst mit der Kenntnis des Mieters von der Eintragung des Erwerbers in das Grundbuch. Ohne dieses zusätzliche Erfordernis der Kenntnis könnten die Ansprüche des Mieters verjähren, ohne dass er etwas von den tatsächlichen Voraussetzungen des Verjährungsbeginns erfährt. Es genügt nicht, dass der Mieter - wie hier - allgemein Kenntnis von dem Verkauf des Grundstücks hat. Auch dann muss er weder mit einer baldigen Eintragung des Erwerbers in das Grundbuch rechnen noch eigene Erkundigungen über den Eintragungszeitpunkt einziehen, denn eine Grundbucheintragung kann sich aus den unterschiedlichsten Gründen verzögern. Das Berufungsgericht wird daher festzustellen haben, wann die Kläger von der Eintragung des Erwerbers in das Grundbuch Kenntnis erlangt haben.

Also, Entscheidung lesen, verinnerlichen und dann abrufen!!

Viel Erfolg!!
Verfasst von Karsten Schneidewindt
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