Ein pensionierter
Richter fordert von den koreanischen Betreibern einer Reinigung für eine auf wundersame Weise verlorengegangene Jeanseinen unglaublichen Schadensersatz
in Höhe von 54 Millionen Dollar!! Ein Berufungsgericht in Washington hat das
Verfahren gerade sogar aufgenommen.
Da fragt sich natürlich jeder Jurist ausserhalb der USA, wie man auf eine Summe von 54 Millionen Dollar fuer
den Verlust einer Jeans kommt. Der klagende Ex-Richter rechnet es vor ...
Der fruehere Richter Roy Person war mit seiner
Rekordforderung in erster Instanz gescheitert. Die Klage wurde als unbegründet
abgewiesen. Ex-Richter geben aber natürlich nicht auf, sondern nutzen den Weg
durch die Instanzen voll aus. Einen Teilerfolg konnte Mr Person mit der Annahme
der Berufung bereits verbuchen. Nun bibbern die Betreiber der Reinigung, ob der
Richter a.D. mit seiner exorbitanten Forderung nicht doch zum Teil Recht bekommen
könnte.
Der Kläger fordert unter anderem eine Entschaedigung für den emotionalen
Schmerz, den ihm der Verlust seiner Hose verursacht habe. Darüber hinaus will
er 1500 Dollar für jeden Tag, an dem ein Schild mit der Aufschrift "Zufriedenheit
garantiert" im Schaufenster der Reinigung gestanden hatte. Das ergibt,
zumindest nach Rechnung des Ex-Richters unter Missachtung des Mottos "Judex non
calculat" eine Klagesumme von 54 Millionen Dollar.
Die USA bleiben das Land der unbegrenzten
(Klage-)Möglichkeiten!